5. März 2011

sich Gedanken machen

Viele Personen sagen mir immer wieder "Conny, denke nicht soviel nach!!"

Ich habe mir diese Worte stets zu Herzen genommen, doch erst die letzten Tage über, kam ich auf eine (für mich wichtige) Erkenntnis.

Vorab möchte ich dazu sagen, dass ich ein Mensch bin, der wirklich viel und gerne über Dinge nachdenkt (Handlungen, Ereignisse usw.), jedoch ist dies nicht zu verwechseln mit dem materiellen Denken, und auch sehe ich mich in meinem "Kopf-Emotionen-Gefühlen"-Leben ausbalanciert.


Nun mache ich mir wie gesagt viele Gedanken über das Leben.
Nicht über die Zukunft, manchmal über die Vergangenheit, aber vor allem Gedanken über die Gegenwart.
Über die Dinge dir mir im Hier& Jetzt wiederfahren.
Begegnungen mit Menschen die ich habe und Erfahrungen die ich sammeln kann.

Manchmal treffe ich Menschen hier in Cork an, mit denen ich Ansatzweiße darüber reden kann, oder die auf der selben Wellenlänge sind.
Denn mit meinen Freunden daheim in Wien, ist das kein Problem.

Doch wie gesagt, höre ich oft "Genieße doch das Leben und denke nicht zuviel"

Doch wieso sagen die Personen das? Woher glauben sie zu meinen, dass ich mein Leben nicht genieße?

Wie so viele andere Dinge im Leben, kann ich deren Meinung nicht verstehen.

Doch wie kommt es nun, dass ich mit meinen 22 Jahren so vielen Menschen, und vor allem DIESEN Menschen so weit voraus bin? (ich bin mir der Gefahr bewusst, dass dies eingebildet oder arrogant auf meine Leser wirken kann)
Manchmal fühle ich mich, als wäre ich bereits (geistig) 60 Jahre alt, als hätte ich bereits ein volles Leben hinter mir.
Und das obwohl mir so viele Erfahrungen natürlich noch fehlen.
Doch durch meine Gedanken, Erkenntnise und Beobachtungen, habe ich bereits soviel gelernt.
Das Geheimnis liegt auch darin, eine gute und fortlaufende Balance zwischen denken und seinen Gefühlen zu halten.

Damit habe ich immer weniger Probleme, auch dies konnte ich für mich gut erarbeiten.
Früher versuchte ich mich bei den Vorwürfen die mir Menschen gemacht haben, zu rechtfertigen.
Doch das hat nun aufgehört.

Ich sage immer: Hör auf Dein Herz, und gehe nach Deinem Bauchgefühl.
Das ist ein großes Motto von mir. Ich denke ohne diesem Motto, hätte ich auch den Umzug nach Irland nicht geschafft.

Nun höre also auf Dein Gefühl, und wenn Du Dich bei etwas gut fühlst und keinerlei Zweifel hast, ist es der Richtige weg.
Wenn Du Dich unwohl fühlst, handelst Du nicht nach Deinem Gefühl und daher fühlt es sich auch nicht Richtig an.

Somit habe ich mir etwas selber beantwortet.

Ein Teil in mir (Verstand) hat auf die Leute gehört (die ich geachtet habe oder noch immer für ihre Meinung schätze) und ein anderer Teil (Gefühl) hat dagegen gekämpft.
Somit fühlte ich mich nie richtig wohl und habe mich oft selber dabei erwischt, als ich meinen Denkvorgang unterbrochen habe und meinte" Denk nicht soviel Conny!"

Doch wie am Anfang bereits geschrieben, habe ich erst jetzt, eine wichtige und eigentlich ganz normale Erkenntnis für mich gemacht. Beziehungsweiße kann ich diese nun auch fühlen und aktiv in meinem Leben umsetzen:

Selbst wenn es ums denken und um den Verstand geht, doch solange ich mich wohl dabei fühle, ist es nicht falsch. Im Gegenteil.

Und wozu habe ich meine wunderbaren Freunde, welche mich gegebenfalls wieder "auf den Boden holen" sobald ich doch etwas abschweifen sollte?


Somit verbleibe ich mit vielen Grüßen, und ich melde mich schon bald wieder, denn ich habe Euch noch einiges mitzuteilen :)

Cornelia

Kommentare:

  1. Liebe Cornelia,

    ich möchte dich von ganzem Herzen ermutigen, dir weiterhin Gedanken zu machen.

    Sie sind dir wichtig. Stopp nicht das, was dir wichtig ist und ein Bedürfnis.

    Wer dich wirklich so liebt und respektiert wie du bist, der wird dich nicht von dem abhalten, was dir wichtig ist.

    Menschen, die nachdenken, kommen auf neue Ideen, verändern ihr Leben - halten dabei aber auch anderen einen Spiegel vor, der unbequem sein kann.

    Die Menschen müssen dann nämlich unweigerlich auch über sich selbst nachdenken, werden mit sich selbst konfrontiert. Oft passiert dies zu einem Zeitpunkt, wo diese Menschen noch nicht bereit sind, sich mit dem Unangenehmen (sonst wollten sie es ja nicht stoppen) zu beschäftigen. Denn Veränderungen, die aus einem selbst kommen, sind leichter umzusetzen, als Veränderungen, die von außen auf einen zukommen. Wie zum Beispiel durch deine Gedanken. :o)

    Wie du siehst: Ich denke auch viel nach. Ich liebe es. Und kenne sowohl den Spruch: "Denk nicht so viel nach." (und kenne das mich selbst dann unwohl fühlen und nicht richtig fühlen) als auch: "Danke, dass du ausgesprochen hast, was ich schon lange gespürt habe. Weiter so."

    Also: Nur Mut. Du bist genau richtig so wie du bist!

    Mir gefällt dein Blog. Ich warte auf Neues aus dem Hundeheim (hoffentlich gutes) und finde die Idee mit der Waschmaschine toll. Und bewundernswert finde ich deinen Mut, ausgewandert zu sein. Das müssen dir andere erst mal nachmachen.

    Nochwas zum Blog: Das schöne daran ist, dass die Menschen in lesen können und nicht müssen. Wem deine Gedanken zu viel sind, der muss es nicht lesen. Dafür freuen sich andere um so mehr, die deine Gedanken mögen und darin Gleichgesinnte finden.

    Herzliche Grüße aus dem Rheinland/Köln

    Anja

    http://www.anja-kolberg.de

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  2. Hallo Anja,

    vielen Dank für Deinen langen und netten Kommentar!

    Das ist schön, das es noch mehrere Menschen gibt, die die selbe Meinung haben!
    Ich hab damit gerechnet, das die meisten schon nicht mehr mitlesen bzw solche Posts gleich ignorieren ;)

    Ich geh mir mal Deine Homepage ansehen!

    Bis bald und viele liebe Grüße!!

    Conny

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